Über Petra Dobbert

Wenn ihr uns helfen wollt

Wenn-ihr-uns-helfen-wollt

Wenn-ihr-uns-helfen-wollt, dann zieht euch unsere Schuhe an und geht auf unserm Weg und trinkt aus dem gleichen Becher wie wir.
Zitat der Barmherzigkeit

Es kann doch nicht so weitergehen! – Ich glaube an Wunder! Viele Menschen vertreten jetzt diese Aussage. Die aktuellen Berichterstattungen über die Flüchtlingskrise und die Videos über die Haltung von Norbert Blüm haben mich an ein Buch erinnert. Es beinhaltet weltkritische Ansichten und christliche Texte, die zum Nachdenken anregen. Ich bekam das Buch vor einigen Jahren von meiner Freundin geschenkt. Die Texte und das Gedicht haben mich sehr berührt.

Liebe wirkt täglich Wunder

In Phil Bosmans „Liebe wirkt täglich Wunder“ kann man folgendes lesen:
Unsere Welt ist aufgebaut auf dem Fundament der menschlichen Laster

Die geistige Leere unserer Welt füllt sich mit Habsucht und Herrschsucht. Die egoistischen Interessen der einzelnen und der Gruppen werden im Gleichgewicht gehalten durch einen ständigen Kampf, der jedes Mal mit unbeständigen Kompromissen endet. Eine tödliche Spirale: Jeder fordert von jedem, jeder profitiert von jedem, um zusammen vom Staat alles zu erzwingen. Denn der Staat, das sind die Anderen. So stirbt jede Demokratie.

Kein einziger Mensch und keine einzige Gruppe hat das Recht, ihre Macht und ihre Politik zu missbrauchen, um den eigenen Gewinn und das eigene Einkommen in einer Spirale der Habgier zu steigern. Warum muss die Produktion wachsen? Warum mehr Gewinn, mehr Geld, mehr kaufen, mehr verbrauchen? Warum die sinnlose Spirale von „Eine Mark mehr verdienen, um eine Mark mehr zu bezahlen“? Warum? Und wozu?

Habgier und Egoismus wirken als soziale Einstiegsdrogen. Ihre Folgen sind katastrophal.

Noch immer höre ich ihn rufen: „ Lasst uns in Ruh mit eurer Entwicklungshilfe.“ Es war auf einer internationalen Konferenz in Paris. Ein schwarzer Lehrer kam nach vorn, wartete bis der Saal ganz still war, dann rief er: „ Lasst uns in Ruh mit eurer Entwicklungshilfe. Diese Hilfe hat uns nicht geholfen. Wenn ihr uns helfen wollt, dann zieht euch unsere Schuhe an und geht auf unserm Weg und trinkt aus dem gleichen Becher wie wir, und dann werdet ihr sehen, dass wir eure Lebenseinstellung nicht gebrauchen können“.

Unter dem Text steht ein Gedicht von Phil Bosman:

Ich sehe einen Mann aus dem hohen Atlas.
Er hat einen Traum.
Er geht zu Fuß nach Marrakesch
und von Marrakesch zu Fuß nach Casa.
Bekleidet mit einer dicken Djellaba,
in der Hand einen selbstgemachten Stock.
Er hat einen Traum. Er lacht.
Er wird Freunde treffen.
Sie werden zusammensitzen.
Der Tag ist schön. Sie reden.
Sie lachen. Sie essen, sie schlafen.
Der Tag ist gut.

Ich sehe einen Mann aus dem Hohen Atlas.
Er hat einen Traum.
Er ist nicht gehetzt. Er hat Zeit.
Ich höre ihn denken:
„Komm, durchkreuze meine Träume nicht
mit Entwicklungsplänen und Fabriken.
Komm, und lass uns Freundschaft schließen.
Zusammen werden wir das Haus bauen.
Ihr bringt uns ein bisschen Wohlstand,
und wir werden euch Leben bringen.“

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