Der Mensch denkt und Gott lenkt

Der Mensch denkt und Gott lenkt

Eine Redensart

„Der Mensch denkt und Gott lenkt“ ist eine Redensart oder ein Spruch, der an das alte Testament angelehnt ist. Es ist eine Aufforderung zum rechten Gebrauch der Vernunft. So sollen irdisches Recht und der christlicher Auftrag zusammenspielen. Das ist aber nicht so einfach und klar ersichtlich. In der Politik erleben wir heute gerade wieder das Debakel der Zeit. Es mutet doch an, dass dieses Spiel des Lebens schon über Jahrtausende andauert…..

Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft

Die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft erfolgt durch die Taufe. Wir Christen haben durch die Taufe den christlichen Auftrag angenommen. „Gehet hin und macht (!) Frieden“. Jeder katholische Messfeier beginnt mit den Worten: „Wir haben einen Auftrag im Namen des Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat“. Die Glaubensgemeinschaft steht zusammen. So soll es sein.

Es funktioniert aber nicht mehr so, wie es vorgelebt wird. Mehr und mehr wird der Frieden in der Gemeinschaft und in den Familien zerstört. Der Informationsaustausch und die Kommunikation klappen untereinander nicht mehr so gut. Menschen können sich nicht mehr genügend austauschen. Familienangehörige werden sogar über wichtige Ereignisse nicht mehr informiert und ausgegrenzt. Das scheint zukünftig eine moderne Praxis zu werden. Die Kirchenoberhäupter und Priester wissen das!

Kirche, Recht und Gesetze

Wie steht es nun um die Umsetzung mit der Redensart: Der Mensch denkt und Gott lenkt?
Es gibt ein Kirchenrecht, aber auch ein weltliches Recht. Kirchen, Pfarreien und Gemeinden, sind rechtliche wie wirtschaftliche Institutionen. Beides muss in Gesetzen und wirtschaftlichen Erfordernissen eingehalten werden. So entsteht ein Grenzverhalten. Das kann zu Unstimmigkeiten führen. Datenschutz, Familie und Seelsorge sind scheinbar nicht mehr kompatibel….

Jedes Kind hat ein Recht auf Liebe, Geborgenheit und eine Familie. Sie sind die Freude, die Sonne, das Glück, das große Geschenk des Lebens! Diese Werte müssen unantastbar sein!

Die Religionsgemeinschaften stellen alle Regeln auf, die Glauben, Hoffnung Liebe bezeugen. Dies wird gelebt in gegenseitiger Wertschätzung und Mitgefühl. In der Gemeinschaft wird das deutlich durch das Brechen und Teilen der Brote.

Wohlstand und Demokratie

Leider fällt das Teilen im Wohlstand offensichtlich schwer. Es gibt zu viele selbstverliebte Menschen, die durch ihre Haltung und Handlungsweisen nur Forderungen stellen können. Es stellt sich die Frage: Warum ist das so?

Vielleicht ist das ein Produkt der Demokratie, die natürlich ganz soziale Werte vertritt. Alle sollen ein gutes und geregeltes Leben führen können. Das muss aber auch erwirtschaftet werden können und bezahlbar bleiben. Hier entsteht zurzeit ein Ungleichgewicht. Man stellt Forderungen, ist aber nicht bereit, Anstrengungen zu unternehmen. Es ist leichter, andere zur Kasse zu bitten und arbeiten zu lassen.

Der Auftrag der Generationen

Generationen sind durch Krieg und Leid gegangen, um Frieden zu finden und für ihre Werte einzustehen. Wurde der Frieden unter den Völkern ausgerufen, läuteten sämtliche Glocken. Die Menschen vereinten sich in Demut, in Gebeten und in Dankbarkeit. Dies alles scheint im Wohlstand mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.

Durch die globalen Informationsträger ist das Leben in allen Regionen der Erde bekannt geworden, und natürlich möchten alle etwas vom großen, wirtschaftlichen Kuchen abhaben. Das funktioniert aber nur mit Struktur, Einhalten von Rechtsformen und Gesetzen, Disziplin und Arbeit. Letzteres ist leider nicht der angenehme Anteil, der aber von jedem persönlich getragen werden muss.

Das Streben nach Glück

Alle streben nach Glück und Wohlbefinden. Dazu gehört eine Familie, die vertrauensvoll zu allen Angehörigen stehen kann. Das bedeutet Sicherheit und Gesundheit. Zu Wohlbefinden und ein leichtes Leben gehören echte Freunde und Kollegen. Eine berufliche Tätigkeit, damit man den Lebensunterhalt verdienen kann sollte jeder ausüben können. Leider sind der Leistungsdruck und wirtschaftliche Erfordernisse mit erheblichen Gewährleistungen verbunden, die oft schwer zu erfüllen sind. Dann leiden die Familien und besonders die Kinder. Der Bildungsweg der jungen Leute muss bezahlt und gefördert werden. Es gibt Wünsche und Träume, die man sich erfüllen möchte. Daran sind oft die selbst gesetzten Ziele und Erfolge geknüpft. Können diese nicht erreicht werden, fällt das gute und schöne Leben leider in sich zusammen. Die Menschen, die das erleben und aushalten müssen, stehen nicht mehr auf der Wiese des Wohlbefindens und des Glücks. Sie werden an den Rand der Gesellschaft gedrückt und werden krank, seelisch, psychisch, körperlich. Sie werden gebrochen! Dann ist es schwer wieder Vertrauen zu den Geschehnissen im Umfeld und in der Welt zu finden.

Heimat

Unser Vaterland ist Heimat, so wie Heimat Familie und Gemeinde sein können. Heimat ist da, wo sich das Herz wohlfühlt. Alleine kann niemand leben, nur existieren. Das ist zu beachten und wird als Menschlichkeit und „Human Being“ umschrieben! Dazu gehört aber auch die „gegenseitige Zuwendung in Liebe“. Lügen und Märchen haben dann überhaupt keinen Platz! Ehrlichkeit ist der einzige Weg für eine funktionierende Gerechtigkeit und ein friedvolles Zusammenleben…. Und alle Hoffnung ruht nicht nur auf der Redensart: Der Mensch denkt und Gott lenkt.

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